So bewegt man fast 1000 Tonnen

Seit 120 Jahren steht der Leuchtturm Rubjerg Knude auf einer Sanddüne an der norddänischen Küste. Durch die Erosion wurde jedoch im Laufe der Jahrzehnte viel Erdreich abgetragen, so dass der Leuchtturm ins Meer zu stürzen drohte.

Dänemark:

Jetzt wurde die 720 Tonnen schwere Konstruktion gerettet: Es gelang findigen Ingenieuren ihn anzuheben und 70 Meter weit” wie auf Schlittschuhen und Schienen” ins Landesinnere zu bewegen..

Innerhalb weniger Stunden wurde der Leuchtturm an seine neue Position gebracht.

Der lokale Bauprofi Kjeld Petersen sagte, dass der Umzug bis Mitte des Nachmittags abgeschlossen sein würde.

“Wir konnten nicht schneller als 12 m pro Stunde fahren, weil wir die Hydraulik kalibrieren mussten. Der Turm steht im Sand und man muss sicherstellen, dass er auf den beiden Schienen gut läuft”, erklärte eine Gemeindemitarbeiterin.

Die Ingenieure hatten angenommen, dass der Leuchtturm bis zu 1.000 Tonnen wiegen würde. Sie entdeckten aber beim Anheben am Dienstag, dass er „nur“ 720 Tonnen wiegt und damit etwas leichter zu bewegen ist.

Warum der Rubjerg Knude verschoben werden musste

Rubjerg Knude ist ein beliebter Touristenmagnet, der jährlich rund 250.000 Menschen in die Sanddünen der Halbinsel Nordjütland zieht.

Als die Küstenerosion eine Kirche an der Küste zerstörte, wurde den Bewohnern klar, dass sie den Leuchtturm demontieren mussten, damit er nicht ins Meer stürzte.

Die Nordsee hatte bereits große Teile der Klippe vernichtet, auf der der Leuchtturm stand. Zum Schluss stand er nur wenige Meter vom Rand entfernt. Nur noch ein oder zwei Jahre, dann würde der 23 Meter hohe Leuchtturm das gleiche Schicksal erleiden, wie schon die anderen Gebäude.

Die Gemeinde beschloss mit staatlichen Mitteln von 5 Mio. Dänischen Kronen (700000 €), ihn 70 Meter ins Landesinnere zu verlegen. Dadurch konnte man dem Leuchtturm eine 40-jährige Atempause zu gewähren, bevor sich das Problem erneut stellen würde.

Der Projektablauf dauerte 10 Wochen. In die Basis des Leuchtturms wurden Balken eingesetzt, die dann auf parallele Schienen gehoben und vom Meer wegbewegt wurden.

 

Ursprünglich stand der Leuchtturm 200 m vom Meer entfernt, aber die Erosion hat den Abstand um 2 m pro Jahr reduziert. Das Gebiet um den Leuchtturm wird nun mit Zement gefüllt.

Rubjerg Knude

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